VORSORGE & PROHYLAXE

Die Bezeichnung Prophylaxe umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, um Erkrankungen der Zähne und des Zahnhalteapparates, also Karies und Parodontitis, zu verhindern. Mit geringem Aufwand ist es heute möglich, ein Leben lang ohne Füllungen und Zahnersatz auszukommen.

Kinder benötigen bei ihren ersten Zahnarztbesuchen spezielle Zuwendung und viel Zeit. Damit sich Kinder von Anfang an an regelmäßige Zahnarztbesuche gewöhnen, empfehlen wir ab dem zweiten Lebensjahr regelmäßig alle sechs Monate zur Kontrolle zu gehen.

Wir erklären unseren Patienten gerne das richtige Zähneputzen vom ersten Zahn an und helfen, die häusliche Mundhygiene zu perfektionieren. Besonders wichtig sind die regelmäßigen Zahnarztbesuche im Zahnwechsel, um eventuelle kieferorthopädische Probleme rechtzeitig zu erkennen und zum richtigen Zeitpunkt zu behandeln.

Sobald die bleibenden Mahlzähne durchgebrochen sind (mit ca. 6 Jahren) sollte auch kontrolliert werden, ob eine Fissurenversiegelung an diesen Zähnen notwendig ist.

Die Fissurenversiegelung ist eine sichere und schmerzlose Methode um Kinderzähne vor Karies zu schützen, sinnvoll ist diese Methode bei bleibenden Molaren und Prämolaren. Diese Zähne haben zum Teil sehr tiefe Fissuren, Einziehungen und Grübchen auf der Kaufläche, die kaum zu reinigen sind und Prädilektonsstellen für Karies darstellen.

Beim Versiegeln wird der betreffende Zahn sorgfältig gereinigt, poliert und mit einem speziellen Gel vorbereitet. Anschließend werden die Fissuren mit einem dünnflüssigen Kunststoff aufgefüllt und legen sich wie ein Schutzschild über die Kaufläche.

Auch unseren erwachsenen Patienten empfehlen wir, zwei mal im Jahr zum Kontrolltermin zu kommen, um eventuelle Probleme möglichst früh zu erkennen und behandeln zu können. Im Sinne einer umfassenden Prophylaxe von Zahn- und Zahnfleischproblemen empfehlen wir, alle sechs Monate eine professionellen Zahnreinigung (Mundhygienesitzung) durchführen zu lassen.

Durch verantwortungsvolle Prophylaxe lassen sich nicht nur spätere zahnbezogene Folgen und damit verbundene Kosten vermeiden: in den letzten Jahren zeigt sich immer deutlicher der Zusammenhang von Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparates) mit anderen gesundheitlichen Problemen wie Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Diabetes, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. So kann eine bestehende Parodontitis den Verlauf dieser anderen Krankheiten massiv verschlechtern.

Extrem wichtig ist die Prophylaxe auch für Schwangere: durch die Schwangerschaftshormone treten in der Schwangerschaft oft plötzlich massive Zahnfleischentzündungen auf, die auch zu einer Belastung für das ungeborene Kind werden können und das Risiko für Frühgeburten steigern.